Die Wiederauferstehung einer Erfolgsoper
nach 210 Jahren Koma.
Emanuel Schikaneder, der das Libretto für die erfolgreichste Oper aller Zeiten, der Zauberflöte von Mozart, geschrieben hat, knüpfte seinerzeit an den Erfolg der Zauberflöte an und schrieb mit seinem Team an Komponisten mehrere Sequels zur Zauberflöte.
Den Erfolg der Zauberflöte bereitete die Oper „Der Stein der Weisen“ vor, anschließend versuchte sogar Johann Wolfgang von Goethe, eine Fortsetzung der Zauberflöte zu schreiben, brach dies jedoch ab, als er erfuhr, wie Schikaneder mit seinem „Der Zauberflöte zweyter Theil“, das Labyrinth, bereits seine Fortsetzung 12. Juni 1798 im Wiedner Theater uraufführte.
Seine weitere Fortsetzung „Babilons Piramiden“ wurde ebenfalls ein großer Erfolg und für die damalige Zeit ein Kassenschlager mit alleine 64 Aufführungen von der Uraufführung am 23. Oktober 1797 bis 1801. Das bedeutet für die damalige Zeit einen enormen Erfolg, denn oft wurden Opern nur 2-3 Mal gespielt und verschwanden in der Versenkung.
Babilons Piramiden wurden noch einmal 1815 im Prager Ständetheater aufgeführt, seitdem sind keine Aufführungen mehr nachweisbar, also scheint die Oper 210 Jahre ohne Aufführungen zu sein.
Was ist davon übrig geblieben? Erst am 4.12. 2024 wurde von der Stiftung Mozarteum in Salzburg das noch erhaltene Manuskript des 1. Aktes, komponiert von Johann Mederitsch (Gallus) digitalisiert veröffentlicht, für einige Stücke gibt es keine Partitur.
Am 10. Mai 2025 entdeckte :e l l e n b e r g e r :wolfgang das Manuskript des 2. Aktes in der LOC – Library of Congress in Washington. Anhand des Digitalisats konnte er die Partitur mit den vorhandenen Stücken veröffentlichen und die fehlenden Stücke orchestrieren, somit war die Wiederauferstehung der Oper komplett!
Das ist allerdings nur ein Sechstel des Gesamtprojektes von :e l l e n b e r g e r, der mit dem Magic-6-Zyklus einen „Schikaneder-Ring mit Gästen“ propagiert, denn er hat ebenso die nie ganz szenisch aufgeführte Oper Sarastro herausgegeben, die vom Liszt-Schüler Karl Eduard Goepfart und dem Librettisten Gottfried Stommel zu einer Gesamthandlung vervollständigt wurde. Auch enthält der Zyklus eine zeitgenössische Zauberflöte II, das Labyrinth II des Komponisten Franck Adrian Holzkamp und des Librettisten Gerd Scherm, beide höchstselbst Freimaurer.
Somit können sich Theater, die diese Opern bei :e l l e n b e r g e r beziehen, sich mit einer Weltpremiere, einer szenischen Weltpremiere und einer Wiederauferstehungs-Weltpremiere nach 210 Jahren schmücken.
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| Magic-6-Zyklus | https://magic.doctorsdome.events |
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